Volksmusikantengedenkstätte in Stamsried

Maiandacht 2019

Frischer Wind, wehte über der Gedenkstätte, die Blätter des nahen Waldes rauschten, als die Gruppe Stubn-Musi Maxhütte mit einem Instrumentalstück die vielen gekommenen Marienverehrer begrüßte und der Vorsitzende des OVK des Bereiches Schwandorf, Leonhard Bayerl, Pfarrer Martin Schultes, die Volksmusikfreunde und Marienverehrer willkommen hieß. „Milde Königin gedenke …“ sangen alle Marienverehrer zu Beginn und stimmten sich so auf die kommende Stunde ein. Zahlreiche gepflegte Totenbretter erinnern an die vielen mittlerweile verstorbenen Sänger, Volksmusikanten und Förderer der Volksmusik. Alljährlich treffen sich im Mai Volksmusikfreunde zum Gedenken ihrer Verstorbenen bei der Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts errichteten Gedenkstätte am Fuße des Kürnberges bei Stamsried. Mit einem bunten Blumenstrauß von Marienliedern warteten die Gruppen, die Stubnmsi Maxhütte, das Koller Duo und die Niedermuracher Sänger dieses Jahr auf. Ruhestandspfarrer, Martin Schultes, freute es die besondere Verehrung der Gottesmutter in seiner Heimat durch verbindende Worte, einer kurzen Predigt und den Segen begleiten zu dürfen. Weisen der Volksmusik, Menuette, Instrumental- und Gesangsbeiträge wechselten sich mit Gebeten zur Gottesmutter ab. „Leonhard Bayerl, der OVK Vorsitzende dankte anschließend vor allem Pfarrer Schultes, den teilnehmenden Gruppen und den vielen Besuchern der Maiandacht. Ferner dankte er dem Markt Stamsried mit Bürgermeister Herbert Bauer für die Betreuung der Gedenkstätte.

Folgende drei Totenbretter wurden gesegnet:

  1. Totenbrett für Franz Wittmann aus Meidenried, starb am 30. November 2018 im Alter von 94 Jahren. Bekannt war Wittmann als leidenschaftlicher Gstanzlsänger und freudiger Volkstänzer. Unvergessen sind die vielen Volkstanznachmittage im Gasthaus Breu in Friedersried.
  2. 2. Totenbrett für Erna Niederalt aus Oberviechtach, starb am 2. Dezember 2018. Sie war bekannt als Sängerin der Geschwister Steindl und als „Vöichtacher Sängerin“. Sie stammte aus Hiltersried und stand mehr als 60 Jahre mit ihren Schwestern auf der Bühne. Die Musik wurde ihr schon in die Wiege gelegt. Seit Gründung des Oberpfälzer Volksliedkreises im Jahre 1955 gehörte sie diesem an, war engagiertes Vorstandsmitglied und moderierte viele Veranstaltungen. Die Geschwister Steindl waren die älteste Singgruppe im Oberpfälzer Volksliedkreis und weit darüber hinaus bekannt.
  3. Totenbrett für Josef Lobenhofer aus Schwarzenfeld, starb am 17. Dezember 2018. Er war Leiter der Oberpfälzer Bettlmusikanten und Mitglied beim Oberpfälzer Volksliedkreis Schwandorf. 26 Jahre stand Sepp Lobenhofer am Dirigentenpult der Schmidmühlener Blaskapelle St. Ägidius und war den Musikkapellen in Ebermannsdorf, Pischdorf und Schwarzenfeld eng verbunden. Für Lobenhofer war die Musik Lebenserfüllung und Berufung. Jungen Menschen eine Musikausbildung mit auf den Weg zu geben, war seine Lebenseinstellung.

Mit dem Schlussgebet und dem Segen und dem Lied: „Segne du Maria …", endete die besinnliche Maiandacht. Der Erlös aus der Sammlung dient dem Erhalt der Gedenkstätte. Im Anschluss waren alle zur Sitzweil in den Zedernhof eingeladen.

Stubenmusi Maxhütte
Koller-Duo
Niedermuracher Sänger
die 3 neuen Totenbretter
Gesamtbild d. Teilnehmer

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Maiandacht 2017

Neues Totenbrett schmückt OVK-Gedenkstätte in Stamsried

Klangvolle Andacht

 
 
 
30.05.2017
 

(nid) Ein Mailüftchen wehte über der Gedenkstätte für die verstorbenen Sänger, Musikanten und Tanzleute des Oberpfälzer Volksliedkreises bei Stamsried. Der jährlichen Andacht drückten heuer Musik- und Gesangsgruppen aus dem Landkreis Schwandorf ihren Stempel auf.

Die Teilregion Schwandorf des Oberpfälzer Volksliedkreises (OVK) war Ausrichter der Maiandacht. Vorsitzender Leonhard Bayerl hieß als Zelebranten Bischöflich Geistlichen Rat Willibald Spießl sowie viele Marienverehrer willkommen. Das jährliche Treffen findet an der idyllisch gelegenen Anlage am Fuße des Kürnbergs bei Stamsried statt, wo zahlreiche gepflegte Totenbretter an verstorbene OVK-Mitglieder erinnern. Neu erhielt das Totenbrett von Anton Beer (Volkstanzgruppe Kleinwinklarn) den Segen des Geistlichen. Spießl erinnerte ferner an die im Vorjahr verstorbenen Josef Schneider (Geschäftsführer des OVK) und Konrad Schmid (Stamsrieder Sänger). Das Totenbrett des OVK-Gründers und Initiators der Anlage Otto Peisl war renoviert worden.

Mit einem bunten Strauß von Marienliedern warteten die Gruppen "Allerhand Saiten", die Geschwister Winterer und das Koller-Duo auf. Weisen der Volksmusik, Menuette, Instrumental- und Gesangsbeiträge wechselten sich mit Gebeten ab. BGR Spießl machte in seiner Ansprache den Jahrestag "100 Jahre Patrona Bavariae" und die Marien-Erscheinungen in Fatima vor einem Jahrhundert zum Inhalt seiner Betrachtungen.

Während die Gläubigen zu Beginn mit dem Lied "Milde Königin gedenke" einstimmten, bildete "Segne du Maria" den gesanglichen Abschluss der Marienfeier, die mittlerweile ein Stamsrieder Kulturgut geworden ist.
 
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Maiandacht 2016

 

 

 

 

Stamsreider Dreigesang und Kloine Muse, Stamsried

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Maiandacht 2015

Bayerwald Echo  2. Juni 2015

 

OVK-Gedenken wird weiter gepflegt

OVK-MAIANDACHT NeueTotenbretter fürGeschwister Winterer und Altenthanner Sängerinnen durch Pfarrer Willibald Spießl gesegnet

Von Peter Nicklas

Stamsried: Ihr Wirken, ihr Beitrag zum Erhalt heimatlichen Lied- und Musikguts ist unvergessen. An der OVK-Gedenkstätte in Stamsried erinnern kunstvoll bemalte und beschriftete Totenbretter an Männer und Frauen, die sich um den Oberpfälzer Volksliedkreis, aber auch und vor allem um den Erhalt unserer Kultur verdient gemacht haben. Bei der Volksmusikanten-Maiandacht am Sonntag wurden zwei neue Totenbretter durch Pfarrer i. R. Willibald Spießl gesegnet. Sie erinnern an die Geschwister Winterer und an die Altenthanner Sängerinnen. Gemeinsam wurde gesungen Gruppen aus dem Bereich Schwandorf gestalteten die Andacht mit ihren Beiträgen,auch gemeinsam wurde gesungen und Pfarrer i.R. Spießl sprach die Gebete zu Ehren der Gottesmutter Maria. Eröffnet wurde der Nachmittag, bei dem auch das Wetter passte, mit einem Stück der Neustädte rKlarinettenmusi. Der erste Vorsitzende Leonhard Bayerl eröffnete die Andacht und zeigte sich überwältigt vom zahlreichen Besuch vieler Freunde des OVK aus der südlichen Oberpfalz und ihrer Umgebung an dieser Gedenkstätte. Der Dank des Sprechers galt der Familie Eberl, die die Bänke zur Verfügung gestellt hatte,und derGemeinde Stamsried, deren Bauhof die Gedenkstätte das ganze Jahr über pflegt. Abschließend lud Leonhard Bayerl die Anwesenden noch ein, nach der Maiandacht zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen in den Landgasthof Pusl zu kommen, dem wurde gerne nachgekommen.

Neustädter Klarinettenmusi dabei Die „Vöichtacher Sängerinnen“ leiteten auf das weitere Programm über mit dem Lied „Maria Himmelskönigin“.Sie sangen außerdem das Marienlob „Du Mutter aller Christenheit“ sowie „Maria, Jungfrau voll Ehr“ und „Lobpreis sei dir, o Maria“. Zwischendurch bot die Neustädter Klarinettenmusi weitereMusikstücke. BGR Willibald Spießl segnete die neu hinzugekommenen Totenbretter und sprach Gebete zu Ehren der Gottesmutter. Gemeinsam gesungen wurden das Lied „Meerstern ich dich grüße“ und am Ende die Bayernhymne, nachdem der Geistliche den Segen auf alle herabgerufen hatte.

 

 
Für den Hauptverein des Oberpfälzer Volksliedkreises gestaltete die "Neustädter Klarinettenmuse" bei der Volksmusikanten-Gedenkstätte in Stamsried (Landkreis Cham) die Abschlussmaiandacht.

Die bodenständige Formation spielte in der Besetzung mit Monika Gast, Adelheid Piehler, Maria Bergmann, Gerhard Nikol und Karl Wildenauer an der Klarinette, Christine Fischer auf dem Piston, Maria Wildenauer mit dem Althorn und Andreas Träger auf dem Bombardon.

Die vorgetragenen Stücke waren eine Arie aus Niederbayern, ein Menuett von Wolfgang Amadeus Mozart, eine stille Weise aus der Oberpfalz und das Kirchenlied "Meerstern ich dich grüße".

Mit klarem Gesang erfreuten die "Vöichtacher Sängerinnen" aus Oberviechtach. Sie brachten die Lieder "Maria, Himmelskönigin", "Du Mutter aller Christenheit", "Maria, Jungfau voller Ehr" und "Lobpreis sei dir, o Maria" dar.

Die Andacht zelebrierte Geistlicher Rat Willibald Spießl. Der Ruhestands-Priester segnete die neuen Totenbretter. Für die Organisation war Regionalvorsitzender Leonhard Bayerl aus Niedermurach verantwortlich. Zum Abschluss sangen die 180 Besucher zwei Strophen der Bayernhymne.
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Zu Füßen der Kürnburg, am Waldrand bei Stamsried befindet sich die Volksmusikanten- gedenkstätte des Oberpfälzer Volksliedkreises (OVK). Sie besteht aus einem Bildstock und vielen so genannten Totenbrettern mit den Namen von verstorbenen Sängern, Musikanten, Tanzleuten, Freunden und Förderern des OVK. Die Gedenkstätte entstand im Jahre 1981 auf Initiative von Otto Peisl, des langjährigen 1. Vorsitzenden des OVK.

 

 

Einmal im Jahr, meist am letzten Sonntag im Mai, treffen sich hier Gruppen des OVK und gestalten eine Maiandacht. Diese wird neuerdings im Wechsel vom OVK Cham oder vom OVK Schwandorf durchgeführt (o. g. Bild von 2011). In der Regel besuchen die Gruppenmitglieder anschließend ein örtliches Wirtshaus zum Singen und Musizieren. Örtlicher Ansprechpartner ist Paul Pongratz aus Stamsried. 

 

Hier ist eine unvollständige Anzahl von Totenbrettern, die dort aufgestellt bzw. wieder restauriert wurden.